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Ausschlafen, Liebe und Zivilcourage bei den Konfis in Baden-Baden


Vom 26. bis 28. Oktober nahmen 25 Konfis der Friedensgemeinde Baden-Baden an einem Elefantenspiel-29Friedensstiftertraining von Leila Antary und Stefan Maaß in der Jugendherberge Kehl teil.

Am Freitag nachmittag trafen sie sich in der Jugendherberge, einige hatten von ihrer Schule den Vormittag frei bekommen, damit sie am Friedensstiftertraining teilnehmen konnten, andere hatten noch Unterricht. So hatten manche ausschlafen können, während andere schon um 6 Uhr aufgestanden waren. Doch ...


schon bei der der ersten Übung zeigte sich, dass die Gruppe voller Energie war. Bei der Übung "auf den Stühlen" fiel es den Konfis im ersten Durchgang schwer sich auf den Stühlen zu halten, doch schon im zweiten Durchgang konnte man eine wesentliche Verbesserung feststellen.

Auch die anstrengende Übung "Gewalt defnieren" meisterten sie wunderbar. Es gab viele Diskussionen, was Gewalt ist. Der Höhepunkt war für viele Konfis das "Elefantenspiel" bei dem sich alle richtig auspowern konnten.

Am Samstag ging es dann weiter der Frage "Was Jugendliche brauchen, damit sie nicht gewalttätig werden?" "Ausschlafen", "Liebe" und "eine nette Familie" bekamen von den Konfis die meisten Voten.

Bei den Konfliktrollenspielen zeigten die Konfis ihre Kreativität und ihr schauspielerisches Talent. Am Nachmittag ging es mit dem Thema Beleidigungen weiter, bevor das Thema "Mobbing" auf dem Programm stand. Die Jugendlichen berichteten von verschiedenen Mobbingfällen und machten sich Gedanken zu der Frage, was sie als Zuschauer tun könnten. Dabei wurde deutlich, dass man in der Regel vom Mobbingopfer verlangt, sich zu verändern. Doch selbst zu überlegen, was man anders machen könnte, ist sehr schwer. Bei einem Jugendlichen hatten einige Konfis Schwierigkeiten, ihn positiv zu sehen. Da zeigte plötzlich ein Konfi Zivilcourage und sagte: " Ich kenne den Jungen auch vom Bus fahren und da ist er ganz anders. Er ist okay und ich habe kein Problem mit ihm!"

Dieser Konfi hatte sich getraut, sich gegen die Meinung von mehreren anderen Jugendlichen zu stellen und damit war die Möglichkeit eröffnet, die Meinung über den Jungen zu revidieren.

Hier wurde Frieden stiften praktiziert, auch wenn die anderen Konfis noch nicht ganz überzeugt waren, so hatte einer eine andere Sichtweise eingebracht.

Am Sonntag erhielten die Konfis im Gottesdienst in der Luthergemeinde in Kehl ihre Friedenspässe überreicht. Die Predigt hielt Pfarrer Kornelius Gölz  über die Bergpredigt und die Möglichkeit von alternativen Handlungsweisen. Neben Pfarrer Gölz war die Konfifreizeit von der Gemeindediakoning Frau Sabine Schrade-Wittchen und den Teamern Simon, Mirjam und Lätizia geleitet worden.